Ratgeber
Was kostet eine Hausverwaltung?
Marktübliche Preise für Miet- und WEG-Verwaltung, die wichtigsten Preisfaktoren – und warum die Verwaltung oft weniger kostet, als sie einbringt.

Die kurze Antwort
Hausverwaltungen rechnen in der Regel je Einheit und Monat ab. Die folgenden Spannen sind marktübliche Richtwerte für Osnabrück und vergleichbare Regionen – kein Angebot, denn der genaue Preis hängt immer vom Objekt ab.
Für die Mietverwaltung eines Mehrfamilienhauses sind – abhängig von Größe, Zustand und Leistungsumfang – etwa 26 bis 40 Euro netto je Wohnung und Monat marktüblich. Manche Verwaltungen rechnen stattdessen prozentual ab, meist rund 4 bis 7 Prozent der Nettokaltmiete. Gewerbeeinheiten liegen wegen des höheren Aufwands darüber.
Die Verwaltung einer einzelnen Eigentumswohnung (Sondereigentumsverwaltung) kostet meist ebenfalls etwa 26 bis 40 Euro im Monat – je Objekt fällt ein Grundaufwand an, der sich bei nur einer Einheit nicht verteilt.
Bei der WEG-Verwaltung zahlt die Eigentümergemeinschaft ebenfalls je Einheit und Monat – üblich sind etwa 26 bis 40 Euro. Kleine Gemeinschaften mit wenigen Einheiten liegen je Einheit höher, weil Versammlung, Abrechnung und Buchhaltung unabhängig von der Größe anfallen.
Diese Faktoren bestimmen den Preis
Warum die Spannen so breit sind? Weil kein Objekt dem anderen gleicht. Den größten Einfluss auf das Honorar haben:
- Anzahl der Einheiten – je mehr Wohnungen, desto günstiger wird meist der Preis je Einheit.
- Zustand und Alter des Gebäudes – ein gepflegtes Haus macht weniger Arbeit als ein sanierungsbedürftiges.
- Leistungsumfang – reine kaufmännische Verwaltung oder Rundum-Betreuung inklusive technischer Verwaltung und Mietermanagement.
- Besonderheiten – Aufzug, Gewerbeeinheiten, viele Mieterwechsel oder aufwendige Außenanlagen erhöhen den Aufwand.
Dazu kommen bei den meisten Verwaltungen gesondert vereinbarte Zusatzleistungen, etwa die Neuvermietung einer Wohnung, zusätzliche Eigentümerversammlungen oder die Begleitung größerer Sanierungen. Seriöse Verwalter weisen diese Positionen im Vertrag transparent aus – so wie wir es bei Malos Immobilien halten.
Gut zu wissen: Steuer und Wirtschaftlichkeit
Zwei Punkte, die bei der Kostenfrage oft übersehen werden:
Verwaltungskosten sind steuerlich absetzbar. Als Vermieter setzen Sie das Verwalterhonorar in voller Höhe als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung ab. Auf die Mieter umlegen dürfen Sie es dagegen nicht – die Verwaltung gehört nicht zu den umlagefähigen Betriebskosten.
Gute Verwaltung verdient sich oft selbst. Eine zügige Neuvermietung statt monatelangem Leerstand, korrekte und fristgerechte Nebenkostenabrechnungen, marktgerechte Mieten und ein eingespieltes Handwerkernetzwerk sparen schnell mehr, als die Verwaltung kostet. Am teuersten ist meist nicht der Verwalter, sondern die Fehler, die ohne ihn passieren.
Was genau in der Verwaltung enthalten ist, lesen Sie auf unseren Seiten zur Mietverwaltung und WEG-Verwaltung. Und wenn Sie über einen Wechsel nachdenken: So läuft der Verwalterwechsel ab.
Häufige Fragen
Kosten der Hausverwaltung – kurz erklärt
Was kostet die Mietverwaltung pro Wohnung?
Für die Verwaltung eines vermieteten Mehrfamilienhauses sind in der Region – je nach Objekt und Leistungsumfang – etwa 26 bis 40 Euro netto je Wohnung und Monat marktüblich, alternativ rund 4 bis 7 Prozent der Nettokaltmiete. Einzelne Eigentumswohnungen (Sondereigentumsverwaltung) liegen in einer ähnlichen Spanne, obwohl nur eine Einheit verwaltet wird – der Grundaufwand je Objekt verteilt sich hier nicht.
Kann ich die Verwaltungskosten auf meine Mieter umlegen?
Nein. Die Kosten der Mietverwaltung gehören nicht zu den umlagefähigen Betriebskosten und dürfen nicht über die Nebenkostenabrechnung an die Mieter weitergegeben werden. Als Vermieter können Sie sie aber in voller Höhe als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung absetzen.
Warum stehen bei Hausverwaltungen keine Festpreise auf der Website?
Weil der Aufwand von Objekt zu Objekt sehr unterschiedlich ist: Anzahl der Einheiten, Zustand und Alter des Gebäudes, Mieterstruktur und gewünschter Leistungsumfang bestimmen den Preis. Ein seriöses Angebot entsteht deshalb erst, nachdem sich der Verwalter das Objekt angesehen hat – bei Malos Immobilien erhalten Sie es nach einem kostenlosen Erstgespräch.